Weitere VW-Käfer Spezialaufbauten

17. 11. 06
Autor: Josef Krings
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Nachdem der Bericht über Kleider, die Leute machen, geschrieben war, galt es, die zuvor benötigte Literatur wieder in die Bücherei einzugliedern. Bei dieser Tätigkeit hielt ich plötzlich ein etwa 180 Seiten umfassendes Bändchen in den Händen, das den Titel trug „Dies alles fuhr auf unseren Straßen – Vergessene Autos der 50er Jahre“.

Es war die bereits dritte Auflage unter gleichem Titel, die im Jahre 1989 erschienen war. Der Autor Paul Simsa, der 1924 in Potsdam geboren wurde und am 8. Mai 2013 in Heidelberg starb, war promovierter Philosoph, befasste sich zeitlebens mit Fragestellungen auf dem Gebiet der Technik und hatte dabei stets den Menschen als Nutzer der technischen Errungenschaften im Fokus seines Interesses. Sein Schreibstil war schnörkellos, stets gepaart mit hintergründig trockenem Humor.

EinbandIm Vorwort zu diesem Buch schreibt er beispielsweise über diese Arbeit:„ Erst 1955 kaufte ich mir die Kamera. Da wurden längst neue Autos gebaut, viele alte fuhren noch, man baute noch selbst, Kleinhersteller versuchten ihr kurzes Glück, mit der technischen Überwachung war es noch nicht weit her, man konnte noch basteln, improvisieren, spekulieren, und die Hoffnung auf eine billige Fahrzeugklasse zwischen Motorroller und Auto war noch lebendig. Ich hatte Neuigkeiten und schoss das Alte gleich mit, wie es mir auf der Straße vor die Kamera kam.“

Es ist als glücklicher Umstand zu werten, dass Simsa seine Fotos archivierte und schließlich den Mut hatte, das antiquierte Bildmaterial herauszugeben. An ausgewählten Beispielen stellt er die Vielfalt an Gestaltungs-möglichkeiten zur Formgebung auf der Basis von Serienprodukten vor. Hier werden nur einige Beispiele vorgestellt, die Bastler auf der Basis des Käfers entwickelten. Dabei werden keine Details gezeigt, sondern lediglich einige Originalseiten mit Fotos und Randbemerkungen von Paul Simsa.

Es ist kaum verwunderlich, dass es von den gezeigten Originalen bisher keine Nachbildungen im Modell gibt. Einzige Ausnahme bildet der Denzel, der schon im Artikel zum Karmann in zwei Ausführungen von autocult erwähnt wurde und bei Raceland in Dietenhofen oder bei anderen Händlern zu erwerben ist. Vielleicht entscheidet man sich seitens autocult dazu, das eine oder andere Modell im 43er-Maßstab und in begrenzter 333er Auflage z.B. vom Trippel-VW zu realisieren; Amphicar-Modelle gibt es ja bereits, und Trippel realisierte bekannterweise das entsprechende Vorbild.

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