25. Gedächtnisfahrt am 19. August 2012

12. 09. 26
Autor: Josef Krings
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Plakette-2012Eigentlich – mit diesem Wort begannen zwei Vorberichte zur diesjährigen Trips-Fahrt in der lokalen Presse - wollten wir die 25. Auflage unserer Veranstaltung nicht mit Feierlichkeiten überfrachten. Die Planung vollzog sich unter dieser Prämisse und wurde auch so durchgeführt. Allein eine beson- dere Ehrung von sieben Teilnehmern und zehn Helfern, die zum fünfundzwanzigsten Male bei den vergangenen Fahrten mitwirkten, hielten die Organisatoren für realistisch und angemessen. Anson- ten sollte die Fahrt auch im Jahre 2012 nach bewährtem Muster ablaufen.

Dann jedoch trat ein unplanbares Phänomen auf, mit dem wir in der bisherigen Geschichte der Fahrten noch nie zuvor konfrontiert worden waren, denn bereits am Freitag und Samstag schien die Sonne bei hohen Temperaturen aus azufarbenem Blau. Der Wettergott sparte den Höhepunkt allerdings für den Sonntag auf, der am Montag zum heißesten Tag des Jahres deklariert werden sollte.

Tatsächlich lagen die Temperaturen im Schatten der Bäume bei 35, in der Sonne um 40 Grad. Das führte zu einem durchaus ungewohnten Verhalten des Publikums: beim Start am Morgen war der Zuspruch so groß, wie wir ihn in Loersfeld noch nie zuvor erlebt hatten. Dafür entsprach das Interesse am Neustart nach der Mittagspause nicht den aus der Vergangenheit bekannten und erwarteten Werten. Selbst die Fahrerinnen und Fahrer gaben sich ungewohnt ungeduldig, weil sie sich und ihre Fahrzeuge lieber dem kühlenden Fahrtwind als den gleißenden Strahlen der Sonne und der daraus resultierenden Hitze aussetzen wollten. Die Autos und Motorräder dankten den Fahrern diese Vorsorge mit rundem Lauf ihrer Motoren, obwohl manche wegen der Dampfblasen in der Kraftstoffversorgung gelegentlich ins Stottern gerieten.

Die Streckenführung orientierte sich an einem Thema, das die Organisatoren bereits bei der Siegerehrung 2011 genannt hatten, und das, entgegen jeglicher Gepflogenheit, nicht per Abstimmung festgelegt worden war. Es lautete:"Die 25.Auflage – ein Blick zurück". Das Motto gab fast zwangsläufig Ziele vor, die in der Vergangenheit bereits in Streckenverläufe eingebaut waren, und die nun in neuer Reihenfolge bzw. Zusammenstellung ein Wiedersehen für Teilnehmer und Fahrgeräte möglich machen sollten. Allen voran gelangte der Flugplatz Nörvenich, Heimat des Jagdbombergeschwaders „Boelcke", in den Focus der Planer, und die Verantwortlichen, namentlich Kommodore Kreymeyer unterstützten das Vorhaben in jeglicher Weise. So konnte nicht nur eine 4,6 Kilometer lange Gleichmäßigkeitsprüfung auf der sog. Ringstraße realisiert werden, sondern die Fahrerinnen und Fahrer konnten ihre historischen Autos und Motorräder auch vor neuem und historischem Fluggerät ablichten. Besonderes Highlight war indes – und das bestätigten alle einhellig – die gebotene Möglichkeit, den unendlich breit und lang erscheinenden Taxiway des Flugfeldes in hohem oder sehr hohem Tempo zu befahren.

Weitere Höhepunkte waren Besuche von drei der für unsere Region so typischen Wasserburgen und Schlösser. Den adligen Familien von Geyr, Spies von Büllesheim und Wolff-Metternich danken wir an dieser Stelle für Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Sie stimmten gerne dem Befahren der Familiensitze Burg Müddersheim, Schloss Metternich und Große Burg Kleinbüllesheim zu und gestatteten damit den Teilnehmern unwiederbringliche Einblicke in die unterschiedliche Gestaltung der Herrensitze im Tal von Neffel und Erft. Weitere Durchfahrtskontrollen befanden sich, verteilt in der weitläufigen Bördenlandschaft in der Nähe von Gehöften oder anderen, besonders prägnanten Bauwerken.

Bezogen auf die Sonderprüfungen blieben die Organisatoren Altbewährtem treu. So war ein Tor in der Mitte zu durchfahren oder die Mobile um eine kurze Distanz vorzuziehen. Beide Prüfungen legte man auf Schloss Loersfeld ab, das dafür hervorragende Voraussetzungen bietet. Auf diese Weise bekamen auch die Zuschauer die Möglichkeit, hautnah zu besichtigen, wie erfahren die Pilotinnen und Piloten im Umgang mit den von ihnen betreuten automobilen Schätzen sind. Dabei ist es besonders wichtig, dass alle Prüfungen oldtimergerecht und somit ohne Zuhilfenahme weiterer Gerätschaften zu lösen sind.

Für die in der Bordkarte vorgestellten Zusatzfragen war, neben Beobachtungen im Verlaufe der Fahrt, der im Begleitheft ausgedruckte Text die Basis für eine korrekte Lösung. Dieser befaßte sich in erster Linie mit der Vergangenheit der Trips-Fahrt. Erstmals ging der Autor dabei auch öffentlich auf deren Ursprung ein. Und so begannen zwei der Vorberichte in der lokalen Presse mit dem Wort „eigentlich", und eine Zeitung titelte sogar: „ Ein 'Zufall' feiert seinen 25. Geburtstag". Außerdem enthält das Schriftwerk Informationen zum Sreckenverlauf und zu Fahrzeugen mit langer Trips-Fahrt-Tradition, denn nicht weniger als sieben Autos und ihre Halter waren in diesem Jahre zum 25.Male dabei; aus dem Kreis der Helfer waren es noch einige mehr. Sie alle erhielten bei einer Ehrung am Morgen ein Erinnerungsstück, welches in Glas das von Willi Giesen entworfene und noch bis heute gebräuchliche Logo der Trips-Fahrt zeigt. An die Vergangenheit erinnert ebenfalls der Abschnitt: „ Von unwiederholbaren Begegnungen...". Unter dieser Überschrift wird von  Teilnehmern und Teilnehmerinnen berichtet die inzwischen verstorben sind und dennoch in unseren Herzen und Köpfen präsent sind und bleiben. Besonders tragisch war der Tod von Heinz Schäfer; er starb am 29.Juli 2012 an den Folgen eines erneuten Schlaganfalles, der ihn bei der Vorbereitung seines Mercedes 280SL auf die Trips-Fahrt ereilte. So ist sein Name lediglich in der Startliste ausgewiesen; er hätte gewiß gerne zum fünfundzwanzigsten Male teilgenommen.

Von den 82 zum Start rollenden Oldtimern kamen traditionsgemäß wieder einige aus dem Ausland. Karin und Horst Musial hatten ihre 1960er Renault „Dauphine" wieder per eigenem Antrieb vom Genfer See nach Kerpen gebracht; Fredi und Jeanette Bossert zogen den Austin 7 zwar als Gespann von Zürich nach Aachen, reisten aber morgens auf eigener Achse von dort nach Loersfeld. Die Beiden erhielten die von der ortsansässigen Künstlerin gestaltete Ehrenschale für das älteste im Feld mitfahrende Auto, denn der ebenfalls im Jahre 1925 gebaute und in Sindorf von der Familie Walch gepflegte Hanomag 2/10 versagte beim Start leider seinen Dienst. Weitere Ehrungen gab es, der langen Trips-Fahrt-Tradition folgend, wiederum in großer Fülle, so dass zu hören war, die Siegerehrung ziehe sich bei einer Dauer von etwa einer Stunde ein wenig zu lange hin. Wir jedenfalls genießen, wie auch die Prämiierten dieses Prozedere und halten dagegen, indem wir stolz äußern dürfen, dass die Auswertung bei keiner uns bekannten Veranstaltung so zügig erfolgt, denn in Loersfeld dauert es in der Regel fünf bis zehn Minuten bis nach der Zieleinfahrt des letzten Fahrzeugs die Wertung ausgedruckt vorliegt. So sehen wir mit großer Freude dem 18.August 2013 entgegen. Dann lautet das Thema, welches die Teilnehmer aus drei Vorschlägen auswählten: „Von Kirchen, Kapellen und Wegekreuzen".

 

Wir sagen herzlichen Dank!

 

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