19. Gedächtnisfahrt am 06. Mai 2006

12. 04. 09
Autor: Josef Krings
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Nie zuvor in der Geschichte dieser Veranstaltung hatte der Wetterdienst bisher eine so zuversichtlich stimmende Vorhersage verlautbart. So erstrahlte dann auch bereits in den frühen Morgenstunden die Sonne vom azurblauen Himmel. Das sorgte für gute Laune bei Teilnehmern und Helfern, ließ 157 von 166 gemeldeten Fahrzeugen mit ihren Lenkern pünktlich in Kerpen erscheinen. Bereits bei der Einfahrt stellte Josef Fahrzeuge und deren Besatzungen den zahlreich erschienenen Schaulustigen vor, bevor es nach der Fahrerbesprechung auf die von Willi ausgesuchte und hervorragend vorbereitete Strecke ging. Sie führte zunächst auf ein landwirtschaftliches Anwesen, auf dem ein Slalomkurs in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren war. Dabei hatten einige Fahrzeuglenker unvorhergesehene Schwierigkeiten. Möglicherweise ist die Begründung dafür in einer gewissen Gewöhnung zu suchen, denn bislang waren stets geradlinig verlaufende Trassen für derartige Prüfungen ausgewählt worden. Dennoch konnten die Helfer nach den ersten Versuchen eine Beruhigung vermelden.

 

Nach dem Durchfahren mehrerer malerischer Flecken stand mit dem Besuch auf Burg Adendorf dann eine Besonderheit auf dem Programm. Die Fahrt durch den Burghof wird vielen in besonderer Erinnerung bleiben, weil Mitglieder der Familie von Loe die Besucher freundlich empfingen und – so überlieferten die Helfer – die Gelegenheit zu Schnappschüssen vielfältig genutzt wurde.

Am Ville-Express dann hatte die Familie von Dr. Hans Heinrich Winand zum wiederholten Male keine Mühen gescheut, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen gemütlichen Aufenthalt im Schatten des historischen Zuges mit der 50er Lock zu bieten. Wie aus den Kreisen der Teilnehmer zu hören war, genoss man nicht allein Ambiente und Ruhe, sondern erfreute sich auch an den angebotenen Speisen. Einige der Teilnehmer gaben zu, sich dort sehr lange aufgehalten zu haben und gewiss auch dorthin wieder zurückkehren zu wollen. Von uns geht ein herzlicher Dank an die ganze Familie und besonders an Frau Winand, die den Besuch bei ihr stets zu einem Erlebnis besonderer Art zu machen versteht.

Durch Erftaue, Bördenlandschaft und Neffeltal führte der Weg zurück zum Rathaus und damit zum Ziel. Vor dem Eintreffen mussten dann allerdings die in der Bordkarte enthaltenen Fragen noch eingetragen bzw. abgestimmt werden. Dabei könnte das Zusammenfügen der 23 Buchstaben des Lösungswortes aus den "Stummen Kontrollen" eine besondere Herausforderung dargestellt haben, denn Willi hatte bei der Einrichtung am Morgen die Kontrollbuchstaben exakt in umgekehrter Reihung aufgestellt. Gleichwohl müssen wir anführen, dass Josef bei der Fahrerbesprechung die Lösung bereits mehrfach angesprochen hatte. Das Wort lautete: "Brand-Assekuranz-Kataster", konnte auch in einem einzigen Zug ohne Bindestriche eingetragen werden und bezogen sich auf eines der herausragenden Exponate der diesjährigen Ausstellung, nämlich das Blatzheimer Brand-Assekuranz-Kataster aus den Jahren 1818 bis 1836. Das Thema dazu lautete

Begleitheft2006Titel"Lieber heiliger Florian, verschon mein Haus – zum 100-jährigen Bestehen der Kerpener Provinzial-Geschäftsstellen Schloemer".

Zu dieser Thematik angeregt hatte Norbert Schloemer, der auch die Kontakte zur Geschäftsleitung und zum Archiv der Provinzial knüpfte. Die Zusammenarbeit mit ihm und den Vertretern der Gesellschaft gehörte dann auch zu den erfreulicheren Momenten bei der Vorbereitung der diesjährigen Veranstaltung. Nicht allein stammen zahlreiche Exponate aus dem Familienbesitz der Schloemers und den Beständen der Provinzial, sondern sie steuerten auch durch nennenswerte Zuwendungen zum Gelingen bei. Daneben bot die Ausstellung Einblicke in bisher wenig beachtete Bestände des Archivs der Stadt Kerpen. Die Darstellungen im Beiheft lassen den Umfang der dort schlummernden Kostbarkeiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert nur schwer erahnen und sollten u.a. als Aufforderung für weitere Forschungen verstanden werden. Selbst Hinweise auf Verbindungen der Provinzial mit der Familie von Trips konnten gezeigt werden, obwohl die Leitung der Trips-Stiftung die ins Auge gefasste Benutzung von Dokumentationsmaterial aus diesem Archiv kurzfristig aus fadenscheinigen Gründen untersagte.Ausstellung2006.6

Mit der Siegerehrung klang die Veranstaltung am Nachmittag aus. Und obwohl die Auswertung dieses Mal lange auf sich warten ließ und daneben noch fehlerhaft blieb, hatten fast alle Beteiligten über eine Stunde geduldig gewartet. Die wenigen Fehler sind inzwischen korrigiert und die Beteiligten benachrichtigt, so dass Josef sich gebührend bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die jahrelange Treue zur Trips-Fahrt bedanken und als Organisator in den Ruhestand verabschieden konnte.

 

Gesamtwertung der Fahrt:pdf-Symbol-02

 

Hier einige Presseartikel zu unserer Fahrt:

 

Wir sagen herzlichen Dank an:

ProvinzialLOGO PRO SPAR CLA

LogoSchloemer

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