4. Gedächtnisfahrt am 18. Mai 1991

11. 11. 03
Autor: Dieter Franzen
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Begleitheft1991TitelDie am 18. Mai 1991 gestartete vierte Auflage der Trips- Gedächtnisfahrt sah 223 Veteranenfahrzeuge am Start. Sie stand unter dem Thema "Rathäuser erzählen Stadtgeschichte", und für den Katalog mit einem Umfang von 174 Seiten zitierten Susanne Harke-Schmidt und Josef Krings zahlreiche Dokumente zur Baugeschichte der Häuser und den in ihnen gefällten Entscheidungen. Dabei wurde keiner der Stadtteile ausgespart, was sich bereits auf dem Einband mit den Wappen der ehemals selbstständigen Ortsteile erkennen ließ.

 

Die zu absolvierende Fahrtstrecke führte zu den Standorten der ehemaligen Rathäuser. Dabei war das Feld neu klassifiziert und um eine Klasse erweitert und die Schnittbewertung mit neuen Durchschnittsgeschwindigkeiten versehen:

 

Klasse A

Veterans-Cars
bis Ende 1930

18 km/h

  

Klasse B

Classic-Cars
bis Ende 1950

20 km/h

Klasse C

Post-Classics
bis Ende 1960

25 km/h

    

Klasse D

Neo-Classics
bis Ende 1969

30 km/h

Klasse E

Motorräder

bis Ende 1969

18 km/h

 

Diese Einteilung gilt noch heute, bis auf die Einführung einer zusätzlichen Klasse für Motorräder. Danach sah die neue Klasse E die Startberechtigung für Veteranen-Motorräder bis Baujahr 1950 und die eingeführte Klasse F eine ebensolche für Motorräder bis Ende 1969 vor. Eine weitere Änderung bezog sich ab der 6. Fahrt auf das Baujahr der Klasse D. Dieses wurde um ein Jahr auf 1968 reduziert, weil die Teilnehmerzahlen weiter stiegen und damit der vom Veranstalter vorgegebene Ordnungsrahmen erheblich gefährdeten und den vorhandenen familiären Charakter konterkarierten.

Damals wurde auch die bis heute übliche Form der Streckenfindung unter zu Hilfenahme einer Klarsichtfolie eingeführt.

Eine weitere Besonderheit kommentiert Krings in seinen persönlichen Notizen folgendermaßen: "Das älteste Fahrzeug der 91er Fahrt und das älteste Auto überhaupt, das jemals an einer Trips- Fahrt teilnahm, wurde von Dr. Hoppen aus Eynatten gemeldet und chauffiert. Es ist ein Gordon-Benett-Rennen-Teilnehmer, nämlich ein Panhard-Levassor aus dem Jahr 1898(!), der vom Besitzer in einem Zustand präsentiert wurde, der wenige Zuschauer am Alter des Wagens zweifeln ließ. Dabei war jedes Detail originalgetreu akribisch überholt bzw. erneuert worden. Maße und Materialien stimmten, und auch die Technik war vom Feinsten, der Vierzylinder- eine Rarität für die Automobil-Frühzeit-  lief ohne Nebengeräusche, Kupplung und Bremsen befanden sich in hervorragendem Zustand. Ob ähnliche Fahrzeuge jemals wieder teilnehmen?"

Panhard1 Panhard2 Panhard3

Allerdings war der Wagen wirklich überfordert mit den übrigen mitzuhalten und außerdem, wie sich zeigte, nicht in der Lage die gesamte Strecke zu befahren. Es war jedenfalls für Teilnehmer und Zuschauer ein Erlebnis, ein derartiges Auto in Bewegung zu sehen. Die Anforderungen erfüllten am besten:

 

Klasse A:
Ulrich Müller/Ford A vor Herbert Stephan/Ford A und Ulrich Ahlert/Chevrolet.Plakette-1991-frei

Klasse B:
Günter Krön/Opel 18B vor Hans Grimbach/BMW 315 u. H. Ketschmann/MG

Klasse C:
Meinrad Feldhoff/Citroen 11 CV BN vor Manfred Stoeter/Citroen 11 CV BL und Wolfgang Henneßen/VW Käfer.

Klasse D:
Bert Irnich/Opel Kadett B vor Hans P. Krings/AH Sprite MK 2 und Andy Schumacher/TR4

Klasse E:
Josef Schnitzler/Horex Regina 400 vor Karl Heinrichs/BMW 25/3 und Hans Schnitzler/Adler MB250.

 

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